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Was KI pro Arbeitsplatz im Betrieb kostet
Copilot als Zusatz kostet 18,20 Euro je Person und Monat, im Paket mit Business Standard nur 8,23 Euro mehr als die Lizenz allein. Preise von vier Anbietern mit Quelle, ein Rechner und zwei Betriebe mit zwölf Leuten durchgerechnet.
- Stand

„Was kostet das, wenn wir allen Copilot geben?“ Die Antwort in der Besprechung ist meistens eine Zahl mal zwölf Leute, und sie stimmt selten. Mal fehlt die Lizenz, auf der Copilot aufsetzt, mal die Mindestzahl an Plätzen, mal der Teil, der nach Verbrauch abgerechnet wird.
Danach weißt du:
- was ein Platz bei Microsoft, OpenAI, Anthropic und Google kostet, netto oder brutto, jährlich oder monatlich, mit Mindestmenge, laut den Seiten der Anbieter vom 12. Oktober 2026
- was im Platzpreis steckt und was nach Verbrauch dazukommt
- wie viele Minuten pro Person und Woche ein Platz sparen muss, damit er sich trägt, gerechnet an zwei erfundenen Betrieben mit zwölf Leuten
Jede Zahl stammt von einer Seite des Anbieters, abgerufen am 12. Oktober 2026; die Stellen liegen wörtlich im Paket. Was wir dort nicht gefunden haben, steht als ungeprüft da.
Microsoft: Copilot ist ein Zusatz zu der Lizenz, die ihr schon habt
Wer Microsoft 365 nutzt, hat Copilot schon, nur nicht ganz. Copilot Chat ist laut Microsoft „ohne zusätzliche Kosten“ in berechtigten Microsoft-365-Plänen enthalten: ein Chat mit Ergebnissen aus dem Internet, dazu Copilot in Outlook; ob er auch in Word, Excel und PowerPoint erscheint, hängt laut Microsoft von Markt und Lizenz ab. Den Chat über die eigenen Arbeitsdaten, Copilot in Teams und die vorgefertigten Agenten gibt es erst mit einer bezahlten Copilot-Lizenz.
Für Betriebe bis 300 Personen heißt sie Microsoft 365 Copilot Business. Sie ist ein Add-on: man bucht sie zu einem Business-Plan dazu, Basic, Standard, Premium oder Apps for Business. Die Preise auf Microsofts deutscher Preisseite, jeweils pro Benutzer und Monat zuzüglich Mehrwertsteuer:
- 18,20 Euro im Jahresabonnement, das ist der Listenpreis
- 15,60 Euro im Jahresabonnement als Aktion vom 1. Juli bis 31. Dezember 2026, nur für bestehende Kunden mit einem berechtigten Business-Tarif und nur im ersten Jahr
- 21,84 Euro im Monatsabonnement
Dazu verkauft Microsoft Pakete. Business Standard mit Copilot Business kostet 20,36 Euro im Jahresabo, Business Standard allein laut Produktseite 12,13 Euro. Mit dem Paket zahlt ihr also 8,23 Euro mehr als heute, nicht 18,20. Bei Business Premium ist es dasselbe Bild: 27,73 gegen 19,06 Euro. Warum das Paket so viel günstiger ist als der Zusatz und ob Bestandskunden wechseln können, steht auf keiner der Seiten, ein Aktionshinweis beim Paket auch nicht. Das ist die erste Frage an euren Händler.
Für größere Organisationen kostet Microsoft 365 Copilot 26,00 Euro im Jahresabo, netto, ebenfalls nur zu einer Microsoft-365-Lizenz. Eine Mindestzahl an Plätzen nennt Microsoft nirgends.
Was bei Microsoft nach Verbrauch kommt
Im Platzpreis enthalten sind laut Preisseite die vorgefertigten Agenten von Microsoft und „assistive, benutzerdefinierte Agenten“ für lizenzierte Nutzer. Nicht enthalten sind Copilot Cowork, in der Vergleichstabelle mit „Abgerechnet“ markiert, API-Aufrufe und Agenten für Leute, die nur Copilot Chat haben. Das läuft über Copilot Credits.
Die Preisseite zu Copilot Studio nennt ein Paket: 173,30 Euro im Monat für 25.000 Credits, knapp sieben Zehntel Cent je Credit. Einen Preis je Credit bei nutzungsbasierter Zahlung nennt sie nicht, und wie viele Credits eine Aktion verbraucht, auch nicht, nur „je nach Verbrauch eine unterschiedliche Anzahl“. Ein Agent lässt sich damit nicht vorab in Euro rechnen.
Autopilot, den Microsoft am 25. September angekündigt hat, steht auf den Preisseiten vom 12. Oktober noch nicht. Laut Ankündigung läuft auch er über Copilot Credits; was das für einen Betrieb heißt, steht in unserem Beitrag dazu: https://ernsthaft.ai/de/news/microsoft-copilot-autopilot
OpenAI: ChatGPT Business
ChatGPT Business ist für 2 bis 200 Personen gedacht und kennt zwei Platzarten. Die Preisseite zeigt uns aus Deutschland groß „21 €“ für den Standard-Platz und „105 €“ für den Premium-Platz mit fünfmal mehr Nutzung, jeweils pro Monat. Darunter steht klein in Dollar: 20 bei jährlicher, 25 bei monatlicher Abrechnung, beim Premium-Platz 100 und 125. Zu welchem Zeitraum die Euro-Beträge gehören und ob sie Steuer enthalten, steht nicht da; der Rechner nimmt sie, wie sie dastehen, und schreibt das dazu.
Im Platz enthalten sind laut Seite Chat, Codex und „Workspace-Agenten“. Mehr Zugriff gibt es über Credits; deren Preisliste steht in einem Hilfeartikel, der für unseren Abruf gesperrt war. ChatGPT Enterprise hat individuelle Preise.
Anthropic: Claude Team und Claude Enterprise
Claude Team ist für 2 bis 150 Plätze. Der Standard-Platz kostet 20 Dollar im Monat bei jährlicher und 25 Dollar bei monatlicher Abrechnung, der Premium-Platz mit fünfmal mehr Nutzung 100 und 125 Dollar. Die Preise sind ohne Steuern und laut Hilfeartikel die für Kunden in den USA; Preis, Währung und Steuer weichen je Region ab, den Preis für den eigenen Standort nennt Anthropic unter claude.ai/upgrade. Den haben wir nicht abgerufen. Wer an das Limit seines Platzes kommt, arbeitet mit Nutzungsguthaben zu API-Tarifen weiter, wenn die Organisation das freischaltet. Die Preisseite nennt für Team außerdem bis zu 500 Dollar im Monat an gemeinsamem API-Guthaben; den Text der Fußnote dazu enthielt unser Abruf nicht.
Claude Enterprise funktioniert anders. Der Platz kostet 20 Dollar im Monat, jährlich abgerechnet, und deckt laut Hilfeartikel nur den Zugang: „All usage […] is billed separately at standard API rates“, ohne enthaltenes Kontingent. Im Self-Service gilt ein Minimum von 20 Plätzen und nur Dollar, über den Vertrieb von 50 Plätzen. Der Platzpreis ist hier nur die Untergrenze.
Google: Gemini steckt in der Edition
Bei Google Workspace bucht man keinen KI-Platz dazu; Gemini ist Teil der Edition. Die Preisseite zeigt pro Nutzer und Monat, ohne Steuern, bei einjähriger Vertragsdauer und monatlicher Abrechnung:
- Business Starter: 6,80 Euro, Gemini in Gmail, in den anderen Apps „Eingeschränkt“
- Business Standard: 13,60 Euro, Gemini in Gmail, Docs, Meet und weiteren Apps
- Business Plus: 21,10 Euro
Alle drei gibt es für bis zu 300 Nutzer. Wer Business Standard hat, zahlt für Gemini nichts dazu; wer auf Starter ist, 6,80 Euro je Konto für den Wechsel. Ob einzelne Konten wechseln können oder nur der ganze Betrieb, haben wir nicht geprüft; der Rechner nimmt vorsichtshalber den ganzen Betrieb an. Das Add-on „KI-erweiterter Zugriff“ steht ohne Preis auf der Seite, ein Preis ohne Jahresvertrag stand nicht im abgerufenen Seitentext.
Die Preise nebeneinander
Preis je Platz und Monat, abgerufen am 12.10.2026
Microsoft (EUR, zzgl. MwSt., bis 300 Nutzer)
Copilot Chat 0,00 im berechtigten M365-Plan
Copilot Business, Jahresabo 18,20 Add-on zum Business-Plan
Aktion bis 31.12.2026 15,60 erstes Jahr, Bestandskunden
Copilot Business, Monatsabo 21,84
Business Standard + Copilot 20,36 Paket; Standard allein 12,13
Microsoft 365 Copilot (Enterprise) 26,00 Jahresabo
Copilot Credits 173,30 je 25.000 Credits im Monat
OpenAI ChatGPT Business (2 bis 200 Personen)
Standard 21 EUR klein: 20 USD jährl., 25 USD mtl.
Premium 105 EUR klein: 100 USD jährl., 125 USD mtl.
Zeitraum und Steuer zum Euro-Betrag: nicht angegeben
Anthropic Claude (USD, ohne Steuern)
Team Standard (2 bis 150) 20 jährlich, 25 monatlich
Team Premium 100 jährlich, 125 monatlich
Enterprise Self-Service 20 jährlich, ab 20 Plätzen, Nutzung extra
Google Workspace (EUR, ohne Steuern, Jahresvertrag, bis 300 Nutzer)
Business Starter 6,80 Gemini eingeschränkt
Business Standard 13,60 Gemini in Gmail, Docs, Meet
Business Plus 21,10Training und Speicherort, laut den Anbietern
Was die Anbieter für Geschäftskunden schreiben, Stand 12. Oktober 2026:
Training mit Kundendaten EU als Speicherort
Microsoft nein (Learn, 08.10.2026) nicht zu wählen, sondern Standard:
für EU-Kunden gilt die EU-Datengrenze;
Anthropic-Modelle sind davon ausgenommen
OpenAI nein, Standard bei Business Datenresidenz EU: Enterprise ja,
und Enterprise Business nein (Preisseite)
Anthropic nein, Standard; Ausnahme: für die Claude-App nicht genannt;
ausdrücklich gegebenes Feedback EU-Region über AWS Bedrock,
(Privacy Center, 18.08.2026) Google Vertex, Microsoft Foundry
Google nein, ohne Erlaubnis des wählbar ab Business Standard, für
Kunden (Privacy Hub, 06.10.2026) ruhende Daten; gilt nicht für
Gemini NotebookZwei Zeilen verdienen einen zweiten Blick. Bei Microsoft sind Modelle, die Anthropic als Unterauftragsverarbeiter liefert, laut Microsoft Learn „derzeit von der EU-Datengrenze ausgeschlossen“; wer in Copilot ein Claude-Modell nutzt, hat für diese Anfragen die Zusage nicht. Bei Google gilt die Wahl des Speicherorts laut Privacy Hub nicht für Gemini Notebook, und ob sie für Prompts in Gmail oder Docs gilt, steht in den beiden Artikeln nicht. Was „kein Training“ bedeutet und was es nicht bedeutet, nimmt der Beitrag „Was mit euren Daten passiert“ auseinander.
Der Rechner: wer braucht welchen Platz
Ein Platz für alle ist die teuerste Annahme. Der Rechner im Paket fragt deshalb nach Personen: Jede bekommt in einer CSV-Datei eine von vier Stufen, keiner, gelegentlich, regelmaessig, intensiv. Eine zweite Datei legt je Variante fest, welche Stufe welchen Platz bekommt; bei Microsoft bekommen die Gelegentlichen Copilot Chat ohne Aufpreis, bei ChatGPT und Claude einen Standard-Platz, die Intensiven einen Premium-Platz. Der Rechner zählt Plätze, füllt Mindestmengen auf und rechnet die Mehrkosten gegen das, was ihr heute schon zahlt. Die Gegenrechnung:
jahr = monat * 12 * faktor
minuten = jahr / a.stundensatz * 60 / traeger / a.wochenJahreskosten durch Stundensatz sind die Stunden, die im Jahr gespart werden müssen; mal sechzig, geteilt durch die Personen, die den Platz tragen, und die Arbeitswochen, sind es Minuten pro Person und Woche. Wer zu den Trägern zählt, entscheidet diese Bedingung, und an ihr hing der Fehler weiter unten:
if p["bedarf"] != "keiner" and preise[pid]["preis_zahl"] > 0:
traeger += 1Es ist dieselbe Logik wie im Guide zu den Kosten eines automatisierten Ablaufs, Kosten gegen gesparte Zeit zum Vollkosten-Stundensatz. Dort ist der Preis pro Anfrage der kleinste Posten; hier ist der Preis fest, und offen bleibt, ob die Zeit gespart wird. https://ernsthaft.ai/de/guides/was-automatisierung-wirklich-kostet
Zwei Betriebe, durchgerechnet
Beide Betriebe sind erfunden, ebenso die Stundensätze. Die Steuerkanzlei Brandl & Partner hat zwölf Leute auf Microsoft 365 Business Standard: zwei Berufsträger arbeiten intensiv, vier regelmäßig, fünf gelegentlich, der Empfang gar nicht. Stundensatz 58 Euro, 46 Arbeitswochen. Ein Auszug der Ausgabe vom 12. Oktober 2026:
python3 ki_platzrechner.py beispiele/kanzlei_brandl.csv --suite microsoft --stundensatz 58Betrieb: kanzlei_brandl.csv, 12 Personen
Bedarf: keiner 1, gelegentlich 5, regelmaessig 4, intensiv 2
Stundensatz 58,00 EUR, 46 Arbeitswochen, Beträge netto, Preise Stand 12.10.2026
MS-C Wechsel auf Paket Business Standard + Copilot Business
6 x ms_paket_std 20,36 EUR - 12,13 EUR ersetzt = 8,23 EUR
5 x ms_chat 0,00 EUR
Mehrkosten im Monat 49,38 EUR
Mehrkosten im Jahr 592,56 EUR
trägt sich ab 3 Minuten je Person und Woche (6 Personen mit Bedarf und bezahltem Platz)
nicht eingerechnet: Copilot Cowork und weitere Dienste nach Verbrauch (Copilot Credits); API-Aufrufe nicht enthalten
nicht eingerechnet: Agenten nur nach Verbrauch (Copilot Credits); kein Copilot in Teams, kein Zugriff auf Arbeitsdaten
Übersicht (netto, Jahr)
MS-A 1.310,40 EUR 5 Min./Person/Woche + nicht Eingerechnetes
MS-B 1.123,20 EUR 5 Min./Person/Woche + nicht Eingerechnetes
MS-C 592,56 EUR 3 Min./Person/Woche + nicht Eingerechnetes
OAI 4.788,00 EUR 10 Min./Person/Woche + nicht Eingerechnetes
CL-T 4.078,35 EUR 9 Min./Person/Woche + nicht Eingerechnetes
CL-E 4.293,00 EUR 9 Min./Person/Woche + nicht EingerechnetesDie Spannweite reicht von 592 bis 4.788 Euro im Jahr. Bei Microsoft bekommen nur sechs Leute einen bezahlten Platz, die fünf Gelegentlichen arbeiten mit dem enthaltenen Copilot Chat. Bei ChatGPT und Claude zahlen alle elf, und die zwei Premium-Plätze machen bei ChatGPT mit 2.520 Euro mehr als die Hälfte aus. Das ist kein Urteil über die Werkzeuge, sondern über die Zuteilung: ohne Platz für die fünf Gelegentlichen sinkt ChatGPT in einem zweiten Lauf auf 3.528 Euro, die Schwelle steigt auf 14 Minuten, weil nur noch sechs Leute die Kosten tragen. Bei Claude Enterprise füllt der Rechner neun Plätze ohne Person auf, weil der Self-Service mindestens zwanzig verlangt.
Die Schreinerei Wimmer hat zwölf Leute, alle mit einem Konto in Google Workspace Business Starter. Fünf im Büro und in der Arbeitsvorbereitung haben Bedarf, sieben in der Werkstatt nicht. Stundensatz 46 Euro:
Betrieb: schreinerei_wimmer.csv, 12 Personen
Bedarf: keiner 7, gelegentlich 2, regelmaessig 3, intensiv 0
CL-E Claude Enterprise, Self-Service (nur Platzpreis)
20 x cl_ent 17,89 EUR
Mehrkosten im Monat 357,75 EUR
Mehrkosten im Jahr 4.293,00 EUR
trägt sich ab 25 Minuten je Person und Woche (5 Personen mit Bedarf und bezahltem Platz)
Hinweis: Claude Enterprise: mindestens 20 Plätze; 15 bezahlte Plätze ohne Person (cl_ent) aufgefüllt
Hinweis: cl_ent: Preis in USD, umgerechnet mit 1,1181 USD je EUR
nicht eingerechnet: Platzpreis deckt nur den Zugang: jede Nutzung kommt zu API-Tarifen dazu
G-A Google Workspace: ganzer Betrieb von Starter auf Business Standard
12 x g_standard 13,60 EUR - 6,80 EUR ersetzt = 6,80 EUR
Mehrkosten im Monat 81,60 EUR
Mehrkosten im Jahr 979,20 EUR
trägt sich ab 6 Minuten je Person und Woche (5 Personen mit Bedarf und bezahltem Platz)
nicht eingerechnet: Add-on KI-erweiterter Zugriff separat (Preis nicht geprüft)
Übersicht (netto, Jahr)
OAI 1.260,00 EUR 8 Min./Person/Woche + nicht Eingerechnetes
CL-T 1.073,25 EUR 7 Min./Person/Woche + nicht Eingerechnetes
CL-E 4.293,00 EUR 25 Min./Person/Woche + nicht Eingerechnetes
G-A 979,20 EUR 6 Min./Person/Woche + nicht Eingerechnetes
G-B 0,00 EUR 0 Min./Person/Woche + nicht EingerechnetesDrei Varianten liegen zwischen 979 und 1.260 Euro. Google stuft zwölf Konten hoch, damit fünf Leute Gemini in Docs bekommen, und ist trotzdem nicht teurer als fünf Plätze bei ChatGPT oder Claude; mit Business Standard stünde dort null. Claude Enterprise kostet für fünf Leute so viel wie für zwanzig.
Wie viele Minuten realistisch sind
Das sagt der Rechner nicht, und wir auch nicht. Drei bis zehn Minuten pro Woche klingen nach wenig; gemessen haben wir sie für keinen der beiden Betriebe, sie sind erfunden. Die Minutenzahl ist die Schwelle, die ein Test überschreiten muss, nicht sein Ergebnis.
Wer es wissen will, zählt erst und kauft dann: zwei oder drei Leute bekommen einen Platz im Monatsabo, vorher und nachher werden drei wiederkehrende Aufgaben mit Zeit aufgeschrieben. Das Jahresabo kommt danach.
Entscheidungsfragen statt Empfehlung
Welcher Anbieter passt, beantwortet keine Preisliste. Diese Fragen gehören vor die Bestellung, ausführlicher stehen sie im Paket:
- Wer braucht einen bezahlten Platz, und wem reicht der Zugang, den eure Bürosoftware schon enthält? Ein KI-Platz ist kein Grund, die Bürosoftware zu wechseln; wer das erwägt, rechnet den Umzug getrennt.
- Seid ihr vorsteuerabzugsberechtigt? Wenn nicht, schlägt der Rechner mit --brutto 19 Prozent Umsatzsteuer nach § 12 Abs. 1 UStG auf. Wie Anbieter mit Sitz im Ausland abrechnen, klärt eure Steuerberatung.
- Gibt es eine Mindestzahl, eine Bindung, einen Aktionspreis, der nach einem Jahr endet?
- Wer darf Agenten einschalten, die nach Verbrauch abgerechnet werden, und wo steht das Ausgabenlimit?
- Wo liegen die Daten, und gilt die Wahl des Speicherorts auch für die KI-Funktionen?
- Wer prüft nach drei Monaten, ob die Minuten gespart werden, und wer kündigt, wenn nicht?
Was diese Rechnung nicht kann
- Verbrauch. Agenten, Credits, Nutzungsguthaben und bei Claude Enterprise die gesamte Nutzung stehen als Hinweis unter der Variante, nicht in der Summe. Bei diesen Varianten ist die Summe eine Untergrenze.
- Qualität. Ob ein Platz einen Schriftsatz in einem Durchgang richtig zusammenfasst oder dreimal nachgefragt werden muss, steht in keiner Spalte.
- Verhandelte Preise. Händlerrabatte, Volumenrabatte, Preise für Gemeinnützige stehen nicht in preise.csv.
- Aktualität. Die Preise sind vom 12. Oktober 2026. Die Microsoft-Aktion endet am 31. Dezember, und Microsoft behält sich laut Fußnote vor, sie vorher zu ändern.
Zum Nachbauen
Das Paket zu diesem Beitrag enthält den Rechner, die Preisliste mit Quellen, die Beispielbetriebe und die Fragen vor der Bestellung. Entpacken, Python ab 3.10, keine weiteren Pakete, dann:
- ki_platzrechner.py: der Rechner aus diesem Beitrag, mit Schaltern für Stundensatz, Arbeitswochen, Wechselkurs, Bürosoftware und brutto
- preise.csv: alle Platzpreise mit Abrechnung, Mindestzahl, was nicht enthalten ist, Link und Abrufdatum; hier tragt ihr neue Preise ein
- varianten.csv: welche Bedarfsstufe welchen Platz bekommt
- vorlage_betrieb.csv und beispiele/: die Vorlage, die zwei erfundenen Betriebe und die Ausgaben von oben
- quellen.md: die Stellen auf den Seiten der Anbieter, wörtlich, mit Datum
- entscheidungsfragen.md: die Fragen von oben zum Abhaken
- AUFTRAG.md: der Auftrag, mit dem ihr die Preise vor der Entscheidung nachprüft, von Hand oder mit einem Agenten
Stand dieses Artikels
Alle Preise und Bedingungen abgerufen am 12. Oktober 2026 aus Deutschland: Microsoft-Preisseiten für Copilot und Copilot Studio, Produktseiten Business Standard und Premium, Microsoft Learn zu Lizenzen und Datenschutz (beide aktualisiert 8. Oktober 2026) und Copilot Credits (3. Oktober 2026); OpenAI-Preisseite ChatGPT Business und Datenschutzseite für Unternehmen; Anthropic-Preisseite, Hilfeartikel zu Team (7. Oktober 2026) und Enterprise (1. September 2026), Privacy Center (18. August 2026), Seite zur regionalen Compliance; Google-Workspace-Preisseite, Privacy Hub (6. Oktober 2026), Hilfeartikel zum Speicherort (24. März 2026). Links und Zitate stehen in quellen.md im Paket. Wechselkurs: EZB-Referenzkurs vom 12. Oktober 2026, 1,1181 Dollar je Euro. Umsatzsteuersatz nach § 12 Abs. 1 UStG, am selben Tag auf gesetze-im-internet.de nachgelesen. Der Rechner ist am 12. Oktober 2026 mit Python 3.12.2 gelaufen; alle Ausgaben oben stammen aus diesem Lauf.
Ungeprüft: der Preis von Claude Team für deutsche Kunden (Anthropic verweist dafür auf claude.ai/upgrade), der Abrechnungszeitraum und die Steuer zu den Euro-Beträgen von ChatGPT Business, der Preis der ChatGPT-Credits (Hilfeartikel gesperrt), der Text der Fußnote zum API-Guthaben bei Claude Team, der Preis je Copilot Credit bei nutzungsbasierter Zahlung, der Preis des Google-Add-ons „KI-erweiterter Zugriff“, Googles Preis ohne Jahresvertrag, ob Google-Editionen in einem Betrieb gemischt werden können, ob der Microsoft-Paketpreis eine Aktion ist und ob die Wahl des Speicherorts bei Google für Gemini in Gmail und Docs gilt. Gekauft oder getestet haben wir für diesen Beitrag keinen der Plätze. Keine Steuer- und keine Rechtsberatung.
Häufige Fragen
Muss jeder im Betrieb einen KI-Platz bekommen?
Nein, und die Zuteilung bewegt die Rechnung mehr als die Wahl des Anbieters. In der Beispielkanzlei kostet ChatGPT Business für elf Leute 4.788 Euro im Jahr, ohne die fünf Gelegentlichen 3.528 Euro. Bei Microsoft 365 und Google Workspace haben die Gelegentlichen oft schon einen Zugang ohne Aufpreis: Copilot Chat ist in berechtigten Microsoft-365-Plänen enthalten, Gemini in Gmail schon ab Business Starter.
Warum ist Claude Enterprise für zwölf Leute teurer als Claude Team, obwohl der Platz gleich viel kostet?
Weil der Self-Service von Claude Enterprise mindestens 20 Plätze verlangt und der Platzpreis nur den Zugang deckt. Jede Nutzung kommt zu API-Tarifen dazu, ohne enthaltenes Kontingent. Bei Claude Team ist eine Grundnutzung im Platz enthalten, erst darüber hinaus kostet es extra.
Ist das Paket aus Business Standard und Copilot wirklich günstiger als der Zusatz?
Laut Microsofts Seiten vom 12. Oktober 2026 ja: 20,36 Euro für das Paket gegen 12,13 Euro für Business Standard allein, also 8,23 Euro Aufpreis statt 18,20 Euro für das Add-on. Ob ein bestehender Kunde einfach wechseln kann und ob der Paketpreis befristet ist, sagen die Seiten nicht. Das gehört vor der Bestellung schriftlich geklärt.

KI-Kompetenz: was Art. 4 verlangt und was nicht
Seit dem 27. Juli 2026 steht in Art. 4 der KI-Verordnung ein anderer Satz als vorher, und das deutsche Gesetz nennt für ihn kein Bußgeld. Was ein Betrieb mit 5 bis 50 Leuten trotzdem tun sollte, mit Vorlage und Skript.

Der Auftrag an ein Modell: so geschrieben, dass man das Ergebnis prüfen kann
Fünf Bausteine aus unseren eigenen Aufträgen, an 300 Läufen mit einem kleinen Modell gemessen. Richtig war es mit und ohne sie fast gleich oft. Unbemerkt falsch war es ohne sie 56-mal, mit ihnen 6-mal.

E-Rechnung versenden ab 2027: wer wann umstellen muss
Ob du ab Januar 2027 E-Rechnungen verschicken musst, entscheidet dein Gesamtumsatz 2026, und der steht nicht in der BWA. Dazu die Dezember-Rechnung, die nach dem Wortlaut durch beide Übergangsregeln fällt.